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An heißen Tagen im Büro ist es wichtig, auf genügend Flüssigkeit zu achten. Drei Liter Wasser oder Tee dürfen es durchaus sein.Foto: Andrey Popov - stock.adobe.com

27.06.2026 Heike Thissen

Hitzewelle im Büro: 7 Tipps für einen kühlen Kopf an Sommertagen

Die Sonne scheint erbarmungslos durch die Glasfassade ins Büro, das Thermometer klettert unaufhaltsam nach oben und die Klimaanlage hat ihren Dienst quittiert: Der Sommer kann Angestellte in Bürojobs, bei denen eigentlich Strumpfhose oder Krawatte zur Kleiderordnung gehören, vor echte Herausforderungen stellen. Zwar sind strikte Dresscodes im 21. Jahrhunderts in den meisten Berufen nicht mehr so weit verbreitet sind, wie sie es früher einmal waren.

Dennoch gelten auch in den warmen Monaten vielerorts ein paar Vorschriften. Beeinflusst werden sie vom jeweiligen Unternehmen, von der Position jedes Einzelnen und der Branche. Wie luftig das Outfit im Hochsommer sein darf, entscheidet im Zweifel der Vorgesetzte. Mit Flipflops, Muskelshirt und kurzer Hose als Filialleiter einer Bank den Arbeitstag antreten? Das ist mit Sicherheit nach wie vor keine gute Idee.

3 Tipps zum Dresscode

• Lockere Schnitte, leichte Stoffe

Was aber sehr wohl akzeptabel ist: Kleidung, die lockerer und leichter sitzt und etwas farbenfroher daherkommt. Steht im Arbeitsalltag kein Kundenkontakt an, darf es in vielen Unternehmen auch noch lässiger sein. Ohnehin sind Jeans zum Sakko oder die schlichten Sneakers zum Anzug längst bürotauglich geworden – was vor drei Jahrzehnten noch schlichtweg undenkbar gewesen wäre.

Apropos Schuhe: Wer als Mann die eng geschnürten Anzugschuhe durch schicke Loafer ersetzt, verschafft seinen Füßen mehr Tragekomfort und kann ihnen während der ungestörten Minuten im Büro auch eine kleine Pause vom Schuh gönnen.

An kurzärmeligen Hemden hingegen scheiden sich die Geister. Im Zweifel gilt: lieber auf lange Ärmel zurückgreifen und gegebenenfalls hochkrempeln. Auch ein Polohemd kann an manchen Arbeitsplätzen eine Überlegung wert sein.

• Röcke lieber nicht zu kurz

Bei Röcken und Kleidern, die bei Frauen im Sommer für Kühlung an den Beinen sorgen, sollten dabei nicht kürzer sein als eine Handbreite oberhalb des Knies. Dekolletés sollten – aller Hitze zum Trotz – nicht tiefer als bis zur Achselhöhle reichen. Wer auf das Top mit dünnen Spaghettiträgern nicht verzichten möchte, sollte einen leichten Blazer oder eine Strickjacke darüber tragen. Durchsichtige oder trägerlose Oberteile sowie bauchfreie Tops gehören laut Businessknigge-Experten ebenfalls zu den Kleidungsstücken, die ausschließlich in der Freizeit getragen werden sollten. Seidenblusen hingegen wirken kühlend und vermitteln ein angenehmes Tragegefühl und sind deshalb optimal für heiße Tage geeignet.

• Kleidung als Zeichen des Respekts

Strenge Regeln für das Outfit gelten unabhängig von der Temperatur meist in den Branchen, in denen viel Kundenkontakt besteht und das Auftreten entsprechend seriös und vertrauenserweckend sein sollte. Hier spielen Erwartungen der Kunden eine Rolle, die erfüllt werden sollten, und das unabhängig davon, ob es draußen schneit oder die Sonne scheint. So haben Studien herausgefunden, dass sich Kunden eher ernst genommen und besser beraten fühlen, wenn sie mit klassisch gekleideten Mitarbeitern zu tun haben. Dabei geht es auch um ein Zeichen von Respekt, der dem Gegenüber entgegengebracht wird.

4 Tipps zum Abkühlen

Neben der Kleidung gibt es auch einige Maßnahmen, die man ergreifen kann, um das Arbeiten an heißen Tagen erträglicher zu machen:

• Kühles Arbeitsumfeld schaffen

Bevor die Sonne die Luft draußen erhitzt, lohnt es sich, die kühle Morgenluft ins Büro zu lassen. Am besten gelingt das mit Stoßlüften: Alle Fenster werden dafür weit geöffnet, so dass Zirkulation stattfinden kann. Im Lauf des restlichen Tages sollten die Fenster hingegen geschlossen bleiben, damit die heiße Sommerluft da bleibt, wo sie hingehört: draußen. Sonnenschutz vor den Fenstern verhindert, dass die Hitze in die Räume eindringt. Und weil auch elektronische Geräte Wärme abstrahlen, sollten all diejenigen ausgeschaltet werden, die gerade nicht im Einsatz sind.

• An ausreichend Flüssigkeit denken

Wenn das Quecksilber im Thermometer hoch und höher klettert, braucht der Körper besonders viel Flüssigkeit. Er produziert vermehrt Schweiß und schwemmt dabei Elektrolyte aus, dardurch dehydriert er noch schneller als ohnehin schon. Damit die Regulierung der Körpertemperatur optimal funktioniert und dem Organismus nicht das Wasser ausgeht, ist regelmäßiges Trinken ein Muss. Drei Liter pro Arbeitstag dürfen es durchaus sein. Zuckerfreie Getränke wie Wasser oder kalte Tees eignen sich hierfür hervorragend, Cola und Kaffee hingegen weniger.

• Leicht und frisch essen

Den wenigsten gelüstet es bei 30 Grad im Schatten nach Semmelknödel mit Hirschgulasch oder Germknödel. Und damit gibt der Körper schon genau das richtige Zeichen: Im Sommer ist leichte Kost angesagt, damit Leistungsfähigkeit und Konzentration trotz der hohen Temperaturen gewahrt bleiben. Obst und Gemüse gehören jetzt als Rohkost auf den Teller und versorgen den Organismus nicht nur mit Vitaminen und Nährstoffen, sondern auch mit zusätzlicher Flüssigkeit.

• Arme und Füße kühlen

Wer die Arme während des Arbeitstages immer wieder einmal in kaltes Wasser taucht, wirft die körpereigene Klimaanlage an. Denn die Erfrischung breitet sich von hier auf den ganzen Körper aus. Ein feuchtes Tuch im Nacken erzielt eine ähnliche Wirkung.

Nicht ganz so unkompliziert umzusetzen ist ein kühlendes Fußbad. Dafür ist es umso effektiver, weil es obendrein noch für ein angenehmes Frischegefühl sorgt, das sich von den Zehenspitzen bis zu den Haarwurzeln ausbreitet.

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