Search
Haupt-Navigation
Ein Angebot von
SÜDKURIERundka-news
Wer sich für einen technischen Job entscheidet, hat nicht nur gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt und wird vergleichsweise gut bezahlt. Interessierte sollten ein Verständnis für Physik, logisches Denken und sorgfältiges Arbeiten mitbringen.Foto: DJ Creative Studio - stock.adobe.com

09.05.2026 Johannes Gresham

Job-Special: Technik, die Zukunft schafft

Fachkräfte in technischen Bereichen werden schon seit geraumer Zeit händeringend gesucht. Der Renteneintritt der Babyboomer-Generation und die sinkende Zahl der Auszubildenden und Studierenden in der Branche werden das Problem in den kommenden Jahren verschärfen. Wer sich für eine Berufsausbildung in diesem Bereich entscheidet, hat gute Chancen auf einen sicheren Job.

Ausbildungen zu technischen Fachkräften

Wer eine Ausbildung in einem technischen Beruf machen möchte, sollte Verständnis für Physik und logisches Denken mitbringen. Sorgfältiges Arbeiten ist Pflicht, in einigen Berufen ist körperliche Fitness ebenfalls nicht unwichtig. Für die Ausbildung wird in vielen Bereichen ein Hauptschulabschluss vorausgesetzt, allerdings werden Bewerber mit einem Realschulabschluss oder dem Abitur bevorzugt angenommen.

Es gibt weit über 100 Ausbildungsberufe für technische Fachkräfte in Deutschland. Wer einen davon erlernen möchte, sollte sich zunächst Gedanken um die passende Branche machen – die Möglichkeiten sind zahlreich.

In der Fahrzeugtechnik werden Fahrzeuge aller Art entwickelt, gebaut, gewartet und repariert. Es gibt Spezialisierungen auf Autos, landwirtschaftliche Fahrzeuge, Fahrräder, Motorräder, Eisenbahnen, Schiffe und Flugzeuge.

Die Umwelttechnik befasst sich mit verschiedenen Wegen, die Umwelt zu schützen und natürliche Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Auszubildende lernen hier im Bereich der Erneuerbaren Energien, der Wasserwirtschaft oder der Abfallentsorgung.

Im Maschinenbau werden Maschinen für die Produktion und andere Bereiche gebaut, gewartet und repariert. Im Bereich Mechatronik sind die Auszubildenden an der Schnittstelle von Elektronik und Mechanik beschäftigt.

Informations- und Kommunikationstechnologie umfasst je nach Schwerpunkt die Entwicklung, Programmierung, Wartung und respektive oder Implementierung von Netzwerken, Softwaresystemen und Datenbanken, die alle Unternehmen und Behörden benötigen.

Elektronik und Elektrotechnik haben die Entwicklung, Installation, Wartung und Reparatur von elektronischen oder elektrischen Systemen zum Schwerpunkt. Die Fachkräfte können in ganz verschiedenen Bereichen arbeiten, etwa in der Industrie, der Energieversorgung oder der Gebäudetechnik.

Weitere mögliche Ausbildungsfelder sind Gesundheitswesen und Medizintechnik, Versorgungstechnik, Bau- und Vermessungstechnik, Medientechnik sowie Material- und Verfahrenstechnik. Das Feld ist also sehr weit gesteckt.

Duales Studium technischer Berufe

Für ein duales Studium ist die (Fach-)Hochschulreife meist Voraussetzung. Allerdings können Menschen, die ihre Ausbildung abgeschlossen und Arbeitserfahrung gesammelt haben, sich ebenfalls um einen Studienplatz bewerben.

Ein duales Studium eignet sich in der Technikbranche sehr gut, da die praktische Arbeit später im Job viel Raum einnehmen wird. Neben Studiengängen in den oben genannten Bereichen sind verschiedene Ingenieurstudiengänge möglich, etwa Vertriebs-, Wirtschafts-, Chemie- oder Bauingenieurwesen.

Das duale Studium erfordert Disziplin, da sich theoretische und praktische Lehrinhalte abwechseln. Klassische Semesterferien gibt es hier nicht, dafür ist die Übernahmequote nach dem Abschluss sehr hoch.

Studium technischer Berufe

Die Zugangsvoraussetzungen für das Studium technischer Berufe und Ingenieurwissenschaften ähneln denen für das duale Studium: Hochschulzugangsberechtigung oder Ausbildung und Arbeitserfahrung. Interessierte können sich zwischen den drei „klassischen“ Ingenieurwissenschaftsdisziplinen Elektrotechnik, Bauingenieurwesen und Maschinenbau und zahlreichen weiteren Optionen entscheiden.

Mögliche Schwerpunkte sind Naturwissenschaften, Energie, Infrastruktur, Umwelt, Fahrzeuge, Informationstechnik, Industrie, Medien, Medizin und Wirtschaft. Manche Studiengänge sind von Anfang an spezialisiert. Andere vermitteln im Bachelor allgemeines Ingenieurwissen, während die Spezialisierung auf ein Fachgebiet erst im Master erfolgt.

Fazit: Sichere Jobs mit Mehrwert

Wer sich für einen technischen Job entscheidet, hat nicht nur gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sondern wird auch noch vergleichsweise gut bezahlt: Das Ausbildungsgehalt ist höher als in vielen anderen Branchen und während des dualen Studiums bekommen die Studierenden ebenfalls ein Gehalt ausgezahlt. Die genauen Zahlen können wegen der großen Bandbreite der Berufe stark variieren, aber das Durchschnittsgehalt für ausgebildete Techniker liegt bei rund 3.600 Euro und für Ingenieure bei etwa 5.000 Euro monatlich.

Passende Blog-Artikel