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Steuerberater / Bilanzbuchhalter / Jobs mit ZahlenFoto: Sandu - stock.adobe.com

07.03.2026 Johannes Gresham

Karriere mit Zahlen und Weitblick

Die meisten Menschen brauchen Hilfe bei ihren Steuererklärungen: Von Privatpersonen bis zu Großkonzernen verlassen sich unzählige Kunden auf die Hilfe von Fachkräften, die im Steuerdschungel den nötigen Durchblick haben. Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung bleiben die Berufsaussichten für Steuerfachangestellte trotz der zunehmenden Digitalisierung stabil.

Steuerfachangestellte

Steuerfachangestellte durchlaufen eine solide Ausbildung halb in der Kanzlei, halb in der Berufsschule. Voraussetzung dafür ist mindestens der Hauptschulabschluss, tatsächlich haben die meisten Auszubildenden aber einen Realschulabschluss oder Abitur. Die Aufgaben von Steuerfachangestellten sind vielfältig: Sie bearbeiten unter Anleitung Steuererklärungen, erledigen die Buchführung, erstellen Lohn- und Gehaltsabrechnungen und unterstützen Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei ihren Beratungsaufgaben. Steuerfachangestellte müssen sich laufend weiterbilden, da die Steuergesetze sich immer wieder ändern. Dafür sind ihre Aufstiegschancen gut: Sie können mit drei Jahren Berufserfahrung und den passenden Weiterbildungen Steuerfachwirte oder Bilanzbuchhalter werden. Wer Steuerberater werden möchte, ohne die Weiterbildung zum Steuerfachwirt zu machen, muss allerdings acht Jahre Berufserfahrung mitbringen.

Steuerfachwirte

Steuerfachangestellte, die drei Jahre lang Berufserfahrung gesammelt haben, können sich zum Steuerfachwirt weiterbilden lassen. In den meisten Fällen werden die nötigen Kurse berufsbegleitend absolviert – sie dauern je nach Voraussetzung drei bis 18 Monate und enden mit einer IHK-Prüfung. Steuerfachwirte haben tiefere Kenntnisse im Steuerrecht und übernehmen organisatorische Aufgaben in der Kanzlei. Sie arbeiten eigenverantwortlicher und sind den Steuerfachangestellten oft vorgesetzt. Allerdings sind sie nicht zeichnungsberechtigt, sodass sie nicht selbstständig, sondern angestellt sind. Weitere drei Jahre Arbeitserfahrung sind Voraussetzung, um die Weiterbildung zum Steuerberater zu machen. Der Lernumfang ist hier hoch und die Prüfungen sind schwierig, daher ist eine sorgfältige Vorbereitung wichtig.

Bilanzbuchhalter

Zu den beliebtesten Weiterbildungen für Steuerfachangestellte zählt die zum Bilanzbuchhalter: Sie ist nach drei Jahren Berufserfahrung möglich und setzt Kurse voraus, die drei bis 18 Monate dauern können. Danach nimmt die IHK die Prüfung ab. Bilanzbuchhalter arbeiten eher in Unternehmen als in Beratungen: Sie übernehmen das Rechnungswesen und erstellen Quartals- und Jahresabschlüsse. Ihnen obliegt die Implementierung digitaler Buchhaltungssysteme, gleichzeitig unterstützen sie bei steuerlichen Betriebsprüfungen. Auch Bilanzbuchhalter können sich weiterbilden, etwa zum Finanzbuchhalter oder zum Controller. Nach sieben Jahren Arbeitserfahrung und entsprechender IHK-Prüfung ist auch die Weiterbildung zum Steuerberater möglich.

Steuerberater

Steuerberater können sich selbstständig machen und eigene Kanzleien gründen. Sie müssen eine Steuerberaterprüfung abgelegt haben und danach durch die Steuerberaterkammer offiziell bestellt worden sein. Nur dann dürfen sie diese Berufsbezeichnung tragen – sie ist rechtlich geschützt. Voraussetzung, um die Weiterbildung absolvieren zu können, ist die kaufmännische Ausbildung zum Steuerfachangestellten in Kombination mit acht Jahren Berufserfahrung. Diese verkürzt sich durch die Weiterbildung zum Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter auf sechs Jahre. Alternativ reicht ein Studium (etwa in Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften) in Verbindung mit praktischer Berufserfahrung im Bereich Steuern aus – drei Jahre für Absolventen eines Bachelor- und zwei für die des Masterstudiengangs. Steuerberater bieten Hilfestellung bei Firmengründung und -weiterentwicklung, erledigen die Buchführung, erstellen Finanz- und Lohnbuchhaltung sowie Jahresabschlüsse und minimieren die Steuerbelastungen für ihre Klienten. Gleichzeitig informieren sie sie über das Steuerrecht, halten sie bei Neuerungen auf dem Laufenden und vertreten sie im Bedarfsfall vor Gericht. Lebenslanges Lernen gehört dazu.

Absolute Zuverlässigkeit ist das A und O

Wer im Steuerbereich tätig wird, dem vertrauen Fremden ihre Finanzen an. Die Erwartungen sind klar: Alles muss korrekt und bestenfalls die Steuerlast möglichst gering sein. Daher gehört zu den Jobprofilen im Steuerwesen nicht nur Interesse an Zahlen, Wirtschaft und Gesetzen zu den Grundvoraussetzungen. Wichtig sind auch Kommunikationsfähigkeit und ein absolut seriöses Auftreten.

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